Erzählbar / Erzählcafé

An unterschiedlichen Orten initiiere ich biografisch orientierte Erzählveranstaltungen im Format der Erzählbar oder des Erzähl-cafés. Hier haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, biografische Momente, also von persönlichen Erlebnissen zu erzählen und zu hören.
Die Themen der Erzählveranstaltungen sind entweder festgelegt oder entstehen aus den Erlebniskontexten der Teilnehmer*innen. Die Moderation rahmt und führt durch die Veranstaltung und gibt Impulse, zu denen alle Teilnehmer*innen einen Zugang haben können.
Es gibt keine weiteren Ansprüche an eine bestimmte Qualität oder ein Ergebnis. Was zählt, ist einzig die Bedeutung des Erlebnisses für die Erzähler*innen selbst. Die Erzählungen bleiben also unkommentiert und unbewertet für sich stehen.

Nächste Erzählveranstaltung:

Erzählcafé: Sommer der Migration

Datum: 9. September 2019

Uhrzeit: 18:00

Ort: Solizentrum Lübeck

Erzählveranstaltung

Im „Sommer der Migration“ 2015 brachten Fluchtbewegungen von über einer Million Menschen die Grundprinzipien der Politiken und Praktiken gegen Zuwanderungen nach Eu­ropa vorübergehend zum Kollabieren. Der 9. September war der Beginn des Solidaritäts­zentrums für Geflüchtete im Transit auf der Walli. Lübeck-Travemünde wurde für mehr als 15.000 Geflüchtete zur wichtigen Stationen nach Skandinavien. Für Geflüchtete, Dolmet­scher*innen, … Erzählcafé: Sommer der Migration weiterlesen

Psychodrama Gruppe Lübeck

Mit Hilfe des Psychodramas kannst du

  • durch spielerische Aktion, persönlich erlebte Wirklichkeiten szenisch abbilden, erkunden und verändern.
  • dich selbst erfahren und die schützende, inspirierende und unterstützende Kraft der Gruppe nutzen.
  • deine persönlichen Ressourcen aktivieren und schöpferische Möglichkeiten finden.
  • neuen Rollenanforderungen begegnen, deine Rollenflexibilität erweitern und im Probehandeln überprüfen.
  • Diversität in Beziehungen erkennen und Konflikte klären. Durch  Rollentausch und Perspektivenwechsel emotionale und sachliche Anteile differenzieren.
  • aktiv erlebte Erkenntnisse für die Alltagsrealität gewinnen.
  • Veränderungsprozesse anbahnen und Lösungen für Konflikte finden.
  • Methoden des Psychodramas kennen lernen und für das eigene Praxisfeld nutzen.

Die Psychodrama Gruppe ist für 5 bis 12 erwachsene Teilnehmer*innen mit und ohne Vorkenntnisse. Die Themen entstehen aus den jeweils eigenen Bedürfnissen und Wünschen.

Der Beginn der nächsten Gruppe ist am 4. September 2019. Die insgesamt 8 Treffen finden jeweils Mittwochs ca. zweiwöchentlich von 19 bis 21:30 im AKTIONSHUNGER-Studio statt.

Die Kosten für alle 8 Termine betragen pauschal 200 €. Möchtest du dich nach dem ersten Treffen nicht für die weitere Teilnahme entscheiden, zahlst du lediglich 25 €.

Bei Interesse, melde dich gerne per E-Mail oder telefonisch.

Theaterprojekte

Theaterprojekte führen die Teilnehmer*innen über eine einjährige Arbeit zu einer Eigenproduktion. Bisher entstanden „Wir sind hier!“ 2015|16 und „Demokratie“ 2017|18. Das aktuelle Projekt startet im September 2019, trägt den Arbeitstitel „Die Hölle sind die Anderen“ und wird im Sommer 2020 zur Aufführung kommen.

Die Hölle sind die Anderen

Startdatum: 1. September 2019 - Enddatum: 31. August 2020

Ort: N.N.

Theaterprojekt

In diesem Theaterprojekt ab September 2019 mit dem Arbeitstitel „Die Hölle sind die Anderen“ werden zwei Gruppen von insgesamt 12-16 Menschen, möglichst divers in Alter, Geschlecht und kulturellen und biografischen Prägungen, Migrant_innen, Geflüchtete und Lübecker Bürger_innen eine ästhetischen Forschung mit theatralen Mitteln betreiben. Die Teilnehmer*innen der Spielgruppe werden jeweils einen Menschen außerhalb der Gruppe und … Die Hölle sind die Anderen weiterlesen

Eigentum ist Mord!

Startdatum: 1. September 2017 - Enddatum: 31. August 2018

Ort: Solizentrum Lübeck

Theaterprojekt

Im Theaterprojekt mit dem Arbeitstitel „Demokratie“ sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund oder Fluchtgeschichte im Sinne einer ästhetischen Forschung mit theatralen Mitteln und im Rückgriff auf die eigenen Biografien grundlegenden Fragen zum Begriff „Demokratie“ nachgegangen: Wo und wie erleben wir im Alltag z.B. Teilhabe, Selbstbestimmung, Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit? Was können wir dem Teufelskreis von … Eigentum ist Mord! weiterlesen

Wir sind hier!

Startdatum: 1. September 2015 - Enddatum: 31. August 2016

Ort: Theater Lübeck

Theaterprojekt

„Wir sind hier!“ war ein einjähriges Theaterprojekt für Menschen mit Fluchtgeschichte(n) in dem Geflüchtete aus Afghanistan, Eritrea und Syrien ihre Geschichten erzählten und damit aktuelle politische Situation reflektierten. In Kooperation mit dem Theater Lübeck im Rahmen des Bürgerbühnenfestivals „Finding a place“ wurden die Szenen zu „Wir sind hier!“ unter der Leitung von Frieda Stahmer und … Wir sind hier! weiterlesen

Playback Theater Training

Playback Theater Training ist interaktives Theater aus dem Stegreif. Dabei erzählen Einzelne persönliche Erlebnisse, die ihnen von der Gruppe als Szenen „zurück“ gespielt werden. Das Alltägliche, scheinbar Unbedeutende kann seine gesellschaftlich relevanten oder sogar mythischen Aspekte entfalten. Das Besondere, scheinbar einmalige Erlebnis kann kollektiv geteilt und getragen werden.
Playback Theater schätzt den Wert persönlicher Erfahrungen, ermöglicht Perspektivwechsel und verstärkt menschliche Begegnung.

Montags: 19 – 20.30 Uhr im AKTIONSHUNGER-Studio
Andreas-Wilms-Haus Lübeck, Hüxtertorallee 1, Hinterhaus, 2. OG

Teilnahmebeitrag: 10,- € pro Termin

Weitere Infos und Anmeldung gerne telefonisch oder via E-Mail

Referenzen

Ich wußte gar nicht, was ein Theaterpädagoge „so alles drauf hat“. Ich war sehr beeindruckt. Danke für die tolle Arbeit, die zumindest mich soviel weitergebracht hat, als 100 Stunden Teamsitzungen und nur miteinander reden.

Baltic-Schule Lübeck
BV.TS – Bundesverband Theater in Schulen
Das Rauhe Haus – Betreuung und Bildung für Menschen in und um Hamburg
Deel28 – Wohnprojekt in Palingen
Freie Hütte – Wohnprojekt in Lübeck
Gotthard-Kühl-Schule Lübeck
GoMokry* – Hausprojekt
Haus der Kulturen – Interkulturelle Begegnungsstätte Lübeck
Helene-Lange-Gymnasium Rendsburg
Hermann-Tast-Schule Husum
Institut für Psychodrama Ella-Mae Shearon Hamburg
lambda::nord – LBTIQ Jugendverband
Kulturakademie der Vorwerker Diakonie Lübeck
Leibniz-Universität Hannover – Weiterbildung Schlüsselkompetenzen
Lübecker Hospizbewegung e.V. – ambulanter Hospizdienst
nordkolleg rendsburg – Akademie für kulturelle Bildung
Oberschule zum Dom Lübeck
schickSAAL* Kollektiv – Hostel und Kneipe in Lübeck
SOLIZENTRUM Lübeck – Flüchtlingsforum
Theater Kiel
Theater Lübeck
Tontalente – Musikprojekte ohne Grenzen
Verein für Jugend- und Kulturarbeit Segeberg e.V.
Willy Brandt Schule Lübeck

Szenische Interpretation

Szenische Interpretation ist ein didaktisches Konzept des handlungsorientierten Erfahrungslernens, in dem kognitive Lernprozesse ins Emotionale erweitert werden. Obwohl prinzipiell jedes alltägliche Phänomen Anlass für eine szenische Interpretation sein kann, bieten sich insbesondere künstlerische Werke. Musik, Texte, Bilder, Plastiken, Filme zeichnen sich als künstlerische Werke durch ihre Leerstellen aus, die individuell interpretiert werden wollen. Durch die handlungsorientierten Methoden, z.B. szenisches Lesen, das Bauen von Standbildern, Selbstgespräch mit einem Requisit, Rolleninterviews und Spielszenen, erleben die Teilnehmer*innen sowohl sinnlich-leibliche, als auch emotionale Aspekte einer Rolle und zwar im Rückgriff auf die jeweils subjektiven Erfahrungen. So werden mögliche Motive, komplexe Zusammenhänge und unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven vom Gegenstand her kreiert und mitgeteilt. Wirklichkeiten werden als konstruiert und konstruierbar erfahren.

Mephistopheles: Hier ist ein Kästchen leidlich schwer, Ich hab’s wo anders hergenommen.
Stellt’s hier nur immer in den Schrein, Ich schwör Euch, ihr vergehn die Sinnen; Ich tat Euch Sächelchen hinein, Um eine andre zu gewinnen. Zwar Kind ist Kind, und Spiel ist Spiel.

Faust: Ich weiß nicht, soll ich?
Mephistopheles: Fragt Ihr viel? Meint Ihr vielleicht den Schatz zu wahren? Dann rat ich Eurer Lüsternheit, Die liebe schöne Tageszeit Und mir die weitre Müh zu sparen.

Kai Kloss

Nach einem Studium der Kunst und Germanistik und einem Exkurs im Schuldienst, konnte ich in einem knapp zehnjährigen Engagement als Theaterpädagoge für Musiktheater und Schauspiel des Theater Kiel ästhetische Bildung frei vom Zwang der Bewertung betreiben.

Die für mich wichtigste Erfahrung aus vielen verschiedenen Projekten mit Kindern, Jugendliche und Erwachsenen ist, dass wir beim Theaterspielen nicht nur eine fremde Rolle annehmen, sondern sich auch eigene Anteile in einer Rolle äußern.

Schließlich ließ ich mich 2009 bis 2014 am Institut für Psychodrama Ella-Mae Shearon zum Psychodrama-Leiter ausbilden und bewege mich seit 2013 als freischaffender Künstler mit unterschiedlichen Interessent*innen in den Bereichen Theaterpädagogik und Psychodrama.