Magic Shop

In der Hüxstraße 113 unter Obhut von Einfach Einmalig

In Krisensituationen greifen wir auf entwicklungsgeschichtlich frühe Verhaltensmuster zurück, geraten damit in erhöhte Reaktionsbereitschaft und Erregungszustände. Damit können wir zwar einfach, aber auch effektiv handeln, um das eigene Leben zu schützen. Natürliche Reaktionen in diesem Sinne sind z.B. Flucht, Zusammenrottung, gemeinschaftliche Gefahrenabwehr und anschließende Regeneration durch Beruhigung. Die Beruhigung des Organismus ist deshalb so wichtig, weil sie als Voraussetzung gilt, um wieder bewusst, planvoll und differenziert denken, fühlen und handeln zu können – also, um uns eigentlich verantwortungsvoll und cultiviert zu verhalten.

„Glaube nicht alles, was du denkst.“

Was aber, wenn es keine Zuflucht gibt? Was, wenn Körperkontakt ebenfalls eine tödliche Gefahr bedeutet? Und was, wenn der Feind ein unendliches Potenzial besitzt? Wie und wo ist die so notwendige Beruhigung möglich?

Der Magic Shop ist ein Aktionsformat für authentische Begegnung und bietet einen Raum für Momente der Rekreation. Im Sinne der sozialen Plastik möchte ich mit dieser Performance zu verantwortungsvollem Handeln inspirieren. Anders gesagt: ein starkes Selbstwertgefühl ist eine gute Basis für ein liebevolles Miteinander.
Kurz: im Magic Shop werden menschliche, sozial-kommunikative Fähigkeiten gehandelt.
Konkret: als Besucher:innen des Magic Shop kannst du dort einen Teil einer übermäßig vorhandenen Eigenschaft gegen eine mangelnde oder wenig vorhandene Eigenschaft tauschen, vielleicht deine „eigentlich überschäumende, aber aktuell ausgebremste Kreativität“ gegen ein „gutes Quantum an Gelassenheit, wie man es in Kindertagen erlebte“. Vielleicht hast du aber auch „fürchterliche Wut auf alles“ und möchtest etwas davon loswerden? Auch das geht, und wir finden bestimmt etwas Passendes für dich.

Ab Mitte Juli findest du hier die Termine zu denen du dich als Besucher:in anmelden kannst.

Dieses Projekt wird finanziert durch:

EINE AKTION DES KULTURTREIBHAUSES
ERMÖGLICHT DURCH DIE POSSEHL-STIFTUNG