Der primär bestehende Aktionshunger eines Individuums, sucht beständig nach Situationen, die ihm eine Ausdrucksmöglichkeit bieten. (Jacob Levy Moreno)
Im Psychodrama kannst du dein persönliches Erleben, deine subjektive Wirklichkeit, im Schutzraum der Psychodrama-Bühne szenisch abbilden und handelnd erkunden.
Dr. med. Reinhard T. Krüger beschreibt das Psychodrama als ein mentalisations-basiertes Verfahren, als eine Methode des inneren Mentalisierens durch äußeres psychodramatisches Spielen. Mentalisieren meint die halb bewusste, halb unbewusste innere psychische Prozessarbeit, mit der wir Mensch uns selbst und andere situationsbezogen verstehen, mit der wir Konflikte verarbeiten, nach angemessenen Konfliktlösungen suchen und unsere Handlungen planen.
Mit psychodramatischen Methoden und mithilfe der Psychodrama-Leitung bringen wir als Protagonist*innen unsere Prozesse des Mentalisierens nach außen auf die Bühne, und können unsere Konflikte dort im Als-ob-Modus des äußeren psychodramatischen Spiels innerlich verarbeiten und probatorisch zu Ende »denken« bzw. mentalisieren.
In diesem Video erklärt Thomas Masselink vom Institut für Psychodrama Ella-Mae Shearon den prinzipiellen Ablauf des protagonistenzentrierten Psychodramas.
2009 bis 2014 habe ich die Weiterbildung zum Psychodrama-Leiter absolviert und praktiziere seit dem im Rahmen von Weiterbildungen, Workshops, eigenen Gruppen oder als Gast-Dozent. Psychodrama und weitere Aktionsmethoden nutze ich zur Beratung, bzw. Begleitung (Coaching, Supervision) von Einzelnen, Paaren und Gruppen.
