Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache“ (Ludwig Wittgenstein). Oder anders: „Bedeutung steckt nicht in den Dingen wie der Keks in der Schachtel.“ (Bazon Brock). Oder anders: „Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. Sie sprechen alles so deutlich aus: Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus, und hier ist Beginn und das Ende ist dort. (R.M. Rilke)

 

Playback Theater Training

ist interaktives Theater aus dem Stegreif. Dabei erzählen Einzelne persönliche Erlebnisse, die ihnen von der Gruppe als Szene „zurück“ gespielt werden. Das Alltägliche, scheinbar Unbedeutende kann seine gesellschaftlich relevanten oder sogar mythischen Aspekte entfalten. Das Besondere, scheinbar einmalige Erlebnis kann kollektiv geteilt und getragen werden.
Playback Theater schätzt den Wert persönlicher Erfahrungen, ermöglicht Perspektivwechsel und verstärkt menschliche Begegnung.

Montags: 19 – 20.30 Uhr im AKTIONSHUNGER-Studio, Andreas-Wilms-Haus Lübeck, Hüxtertorallee 1, Hinterhaus, 2. OG

Teilnahmebeitrag: 10,- € pro Termin

Neugierig geworden? Dann freue ich mich über Deine Anmeldung.
Auch Fragen zu diesem Kurs beantworte ich gerne telefonisch.

Szenische Interpretation

ist ein didaktisches Konzept des handlungsorientierten Erfahrungslernens, in dem kognitive Lernprozesse ins Emotionale erweitert werden. Obwohl prinzipiell jedes alltägliche Phänomen Anlass für eine szenische Interpretation sein kann, bieten sich insbesondere künstlerische Werke. Musik, Texte, Bilder, Plastiken, Filme zeichnen sich als künstlerische Werke durch ihre Leerstellen aus, die individuell interpretiert werden wollen. Durch die handlungsorientierten Methoden, z.B. szenisches Lesen, das Bauen von Standbildern, Selbstgespräch mit einem Requisit, Rolleninterviews und Spielszenen, erleben die Teilnehmer_innen sowohl sinnlich-leibliche, als auch emotionale Aspekte einer Rolle und zwar im Rückgriff auf die jeweils subjektiven Erfahrungen. So werden mögliche Motive, komplexe Zusammenhänge und unterschiedliche Sichtweisen und Perspektiven vom Gegenstand her kreiert und mitgeteilt. Wirklichkeiten werden als konstruiert und konstruierbar erfahren.

Mephistopheles: Hier ist ein Kästchen leidlich schwer,
Ich hab’s wo anders hergenommen.
Stellt’s hier nur immer in den Schrein,
Ich schwör Euch, ihr vergehn die Sinnen;
Ich tat Euch Sächelchen hinein,
Um eine andre zu gewinnen.
Zwar Kind ist Kind, und Spiel ist Spiel.
Faust: Ich weiß nicht, soll ich?

Theater Workshops

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biete ich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Inhalte und Schwerpunkte, können den Wünschen und Erfahrungen der Teilnehmer_innen entsprechend verabredet werden.

Individuelle Beratung

biete ich gerne für bestehende oder sich bildende Theatergruppen an. Mit kreativen Impulsen „von außen“ können die Teilnehmer_innen der Gruppe ihre individuellen und kollektiven Potenziale entdecken, ihr gemeinsames Thema finden und ein Konzept für eine eigensinnige Umsetzung entwickeln.

Eine kreative Begleitung biete ich sowohl für Eigenproduktionen an, als auch für Projekte, in denen ein Stücktext als Vorlage für eine Inszenierung dienen soll. Oft entsteht eine entscheidende Idee bereits innerhalb des ersten Treffens.

Seit 2017 coache ich Schultheatergruppen in Schleswig-Holstein, die sich für das Schultheater der Länder bewerben.

Theaterproduktionen

„Wir sind hier!“ war ein Kooperationsprojekt-Projekt für und mit Menschen mit Fluchtgeschichte(n). Im Rahmen des Bürgerbühnenfestivals „Finding a place“ des Theaters Lübeck konnte das Stück im Sommer 2016 fünf Mal im ausverkauften Studio gezeigt werden.

Im Projekt mit dem Arbeitstitel „Demokratie“ sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund oder Fluchtgeschichte im Sinne einer ästhetischen Forschung mit theatralen Mitteln und im Rückgriff auf die eigenen Biografien grundlegenden Fragen zum Begriff „Demokratie“ nachgegangen: Wo und wie erleben wir im Alltag z.B. Teilhabe, Selbstbestimmung, Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit? Was können wir dem Teufelskreis von Angst, Populismus, Spaltungen, Entrechtung, Abschottung, Gewalt und Terror entgegensetzen? Wie können wir eine Aussicht auf eine Politik der Hoffnung gewinnen?
Schließlich ist ein Text mit dem Titel „Eigentum ist Mord!“ entstanden, dessen Lesung im Solizentrum Lübeck am 28.Juni 2018 Premiere hatte und dort am 28.August ein zweites Mal zur Aufführung kam.

 

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